Wann wird MLD/KPE angewendet?
Während die Effiektivität der MLD/KPE bei der chronischen Phlegmone ("Elefantenbein") von RÖTTING (1999), bei Bauchwandödemen nach Kolik-OP von BRANDHORST (2004) und Sehnenerkrankungen von HELLING (2008) wissenschaftlich evaluiert wurde, ergeben sich folgende andere Indikationen für die MLD/KPE, welche durch unsere Lymphtherapeuten praktisch erfolgreich durchgeführt werden:
- chronische Phlegmone
- Sehnenerkrankungen
- Förderung der Wundheilung
- Posttraumatische, postoperative Umfangsvermehrungen
- subakutes und akutes Stadium der Hufrehe
- präventiv bei Sportpferden
- Schwellung der Sehnenscheiden, Gelenke und Schleimbeutel
- Inaktivitätsödeme (angelaufene Beine)
- Kreuzverschlag
- Ödem der äußeren Geschlechtsorgane
- Venöse Stauungsödeme
- bei angeborenen erblichen Lymphödemformen
Welche Erkrankungen dürfen beim Pferd nicht mit der MLD/KPE behandelt werden
Grundsätzlich dürfen entzündliche systemische Erkrankungen, wie die akute Phlegmone, aber auch lymphogene Tumorerkrankungen (z.B. Lymphosarkome) des Pferdes aufgrund des momentanen Kenntnisstandes nicht behandelt werden, da eine Verschleppung von Erregern und Tumorzellen über das Lymphsystem möglich erscheint.
Deshalb ist eine tierärztliche Begleitung der MLD/KPE Behandlung unbedingt erforderlich.

Im Gegensatz zur akuten Phlegmone darf und muss die chronische Phlegmone mit der MLD/KPE behandelt werden, denn die Methode gewährleistet die einzige erfolgreiche Therapie.
